everything is better than doomscrolling

Tomaten! 🍅

Vor ein paar Wochen habe ich mich so durchs Internet geklickt und bin bei Britt und ihrem Zine ĂŒber Tomaten-Anbau gelandet.

Das hat mich daran erinnert, dass ich vor vielen Jahren in meinem damaligen BĂŒro mal Tomaten gezĂŒchtet habe. Wir hatten viel ungenutzten Platz und ein sonniges Fenster im Dachgeschoss-BĂŒro. Die anderthalb Meter hohen Pflanzen haben uns Schatten gespendet und haben leckere Tomaten produziert. Ich weiß nicht, ob die mich dort eh fĂŒr verrĂŒckt hielten, denn so wirklich gewundert hat sich darĂŒber niemand.

Da die Erfahrung also gezeigt hat, dass Tomaten auch drinnen gut wachsen können, dachte ich mir, ich versuchs doch direkt nochmal. Diesmal in meiner KĂŒche, denn die ist am Vormittag sehr sonnig. Am 13.3. habe ich sie ausgesĂ€t und es sind schon mehrere kleine Jungpflanzen da.

GefĂŒhlte vs. tatsĂ€chliche Bewegung

Im Januar habe ich angefangen, meine tÀglichen Schritte in einer Tabelle zu visualisieren. Ich habe zwar einen SchrittzÀhler, aber so richtig konnte ich nicht ablesen, wie oft ich eigentlich mein Ziel von 7.500 Schritten am Tag erreiche.

Je nachdem ob ich unter 5.000, 5.000 und mehr, 7.500 und mehr oder sogar 10.000 gemacht habe, markiere ich das jetzt mit einer anderen Farbe in meiner Tabelle. Und die Übersicht von Januar hat gezeigt: da ist definitiv noch Luft nach oben. Meine “gefĂŒhlte Bewegung” ist viel mehr als die tatsĂ€chliche. Ich brauche die reinen Zahlen also auch visuell, um sie richtig bewerten zu können. Und seit Mitte Februar habe ich dann mein Schrittziel auch viel öfter erreicht.

Zines im Briefkasten, im Podcast und in der Bibliothek

Ich habe ein paar Zines mit netten Leuten getauscht. Ein paar von den Zines findet ihr im Beitrag “Zines, die ich in letzter Zeit gelesen habe”.

Meine beiden Zines “Im Sommer gehe ich gerne baden” und “Die 5 nervigsten GerĂ€usche im Alltag” wurden im Zines.FM Podcast vorgestellt (Folge #27 Zinescreen Vol. 10). Das war wirklich eine spannende Erfahrung, denn Jenni und Ela haben sich die Zines ganz genau angeschaut und viel darĂŒber nachgedacht, vom Inhalt bis zum Format. Ich habe meine Zines jedenfalls selbst nochmal ganz neu entdeckt.

Außerdem dachte ich mir: Anna, deine Zines sollten auf Reisen gehen, statt nur im Regal zu stehen. Also habe ich eine kleine Auswahl an Julia von der Munich Zine Library geschickt. Sie macht mit dieser Zine Bibliothek ein tolles Projekt:

Institutionen und Vereine können die Bibliothek auf Anfrage und gegen eine Spende fĂŒr Veranstaltungen und Ausstellungen ausleihen. (…) Ziel ist es, Zines nicht nur zu sammeln, sondern sie aktiv zugĂ€nglich zu machen, Diskussionen anzuregen und RĂ€ume fĂŒr Austausch sowie kollektive Erinnerung zu schaffen.

(Zitat von der Website von Julia Koschler)

Ansonsten habe ich in letzter Zeit viel gearbeitet und musste mich in neue Themen reinarbeiten. Das hat viel Energie gekostet und ich hatte nicht viel Zeit fĂŒr mich oder meine Hobbies. Das macht sich dann auch ganz schnell in meiner Stimmung und allgemeinen Verfassung bemerkbar, dass die Balance kippt. Mein Stresslevel ist hoch und die KreativitĂ€t ist einer der ersten Skills, die mein Körper abschaltet. Dabei ist das genau der Ausgleich, den ich brĂ€uchte, um mein Nervensystem mal wieder etwas zu beruhigen. Aber ich bin optimistisch, dass es bald wieder besser wird. Deswegen schreibe ich jetzt auch diesen Beitrag, anstatt mich um den vollen GeschirrspĂŒler zu kĂŒmmern.

Eine Liste mit Dingen, die ich tun möchte, aber eigentlich auch nicht

Eine gute Alternative, wenn es zum Kreativ sein nicht mehr reicht, sind TÀtigkeiten, bei denen man etwas abarbeiten kann. Weil mir so viel im Kopf umherschwirrte und mich nervös gemacht hat, habe ich mal alles aufgeschrieben, was ich demnÀchst erledigen möchte.

Damit meine ich nicht die schönen Dinge aus meinem JahresBINGO, sondern die lĂ€stigen Aufgaben, die ich nicht erst seit diesem Jahr erledigen möchte. Es sind einfach Ă€tzende Klassiker wie: Unterlagen in Ordner sortieren, einen Überblick ĂŒber Finanzen schaffen, die Sockenschublade ausmisten, Pflanzen umtopfen, usw. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich mich dazu ĂŒberreden kann, das auch tatsĂ€chlich zu machen. Das ist ja bekanntermaßen ein Problem, denn: Ich habe keine Lust auf meine eigenen Regeln.